P33

P33 – Konzept nutzungsoffener Gewerberiegel, 1210 Wien

P33 – Konzept nutzungsoffener Gewerberiegel, 1210 Wien
Immobilienentwicklung: Wolfinger Consulting GmbH, ab 2014
P33
Nutzungskonzept und städtebauliche Rahmenplanung, ca. 28.000 m² BGF, 1210 Wien
Immobilienentwicklung:
Wolfinger Consulting GmbH
Grundeigentümer und Auftraggeber: P33 GmbH
Städtebauliches Konzept: Ing. Firtz Brandstätter Bauplanungs- & Management GmbH
Widmungsverfahren 2018/19
Fertigstellung geplant 2022
Visualisierung: Ing. Firtz Brandstätter Bauplanungs- & Management GmbH


Erkenntnisse der Entwicklungswerkstatt zum Gewerberiegel

Die Gliederung nach Ebenen wird als Möglichkeit gesehen, um gut auf unterschiedliche NutzerInnen-Bedürfnisse einzugehen. So soll im Erdgeschoss robustes Gewerbe seinen Platz finden, höhere Raumhöhen können angeboten werden. Die Sichtbarkeit und Transparenz der Produktion ist dabei essentiell, um den Standort besser nach außen hin zu öffnen.
Die hohen Räume im EG bieten die Option für eine partielle Galerie-Ebene oder könnten durch interne Verbindungen mit dem 1.OG verbunden sein, damit ein Zusammenschluss von Büro und Werkstätten möglich ist. Im 1.OG können u.a. Co-Working-Räume eingerichtet werden, die mit Aufenthalts- und Kommunikationsflächen die Funktion des sozialen Kerns des Gebäudes übernehmen.
Durch Austausch und Vernetzung entsteht in weiterer Folge eine Community. In den Obergeschoßen bietet es sich an, nach (mit nach oben abnehmender) Intensität von Lieferung, Frequenz und Lärm zu differenzieren.

Damit MieterInnen sich diese Räume optimal aneignen können, werden auch „rohe und raue“ Räume angeboten, die von den NutzerInnen in weiterer Folge selbst ausgestaltet werden können. Dies senkt einerseits die Kosten in der Herstellung, sodass günstige Mieten angeboten werden können, andererseits findet dadurch auch eine höhere emotionale Bindung der NutzerInnen an die Räumlichkeiten statt. Die Flexibilität und Modularität der Räume bieten außerdem die Möglichkeit zur Anpassung von Flächen im Falle des Wachstums oder von Änderungen in der Nutzung.
Im Vertrieb sollen MultiplikatorInnen zur Aktivierung genutzt und potenzielle NutzerInnen frühzeitig durch Calls angesprochen werden. Der Pilotstatus im Fachkonzept „Produktive Stadt“ sowie von ersten NutzerInnen kann auch medial genutzt werden, um Aufmerksamkeit für diese und ebenso für den Standort zu erlangen. Ein „Kümmerer“ vor Ort ist ein Erfolgsfaktor, um einerseits das Haus am Laufen zu halten und andererseits auch Anlaufpunkt für die entstehende Community.

Leistungen:

  • Nutzungskonzept: Faktoren für Nutzungsoffenheit

  • Konzept Entwicklungsprozess & Koordination an der Schnittstelle zur Stadt Wien

  • Entwicklungskonzept für „Gewerbliches Mischgebiet“ i.S. des Fachkonzept „Produktive Stadt“

  • Stakeholder-Entwicklungswerkstatt in Kooperation mit nonconform

  • Einleitung & Grundlagen für Widmungsverfahren


P33 – Konzept nutzungsoffener Gewerberiegel, 1210 Wien

Grafik:
MA 18 (Hrsg.): STEP 2015 – Fachkonzept Produktive Stadt. Wien 2017, S. 76.

schliessen schliessen