Stadthaus Hauptbahnhof

Stadthaus Hauptbahnhof – Vielfältig und nachhaltig Wohnen, 1100 Wien

Stadthaus Hauptbahnhof – Vielfältig und nachhaltig Wohnen, 1100 Wien
Entwicklung u. Architektur: KOKA nonconform, Bauträger: IG Immobilien, ab 2016
Stadthaus Hauptbahnhof
Vielfältig und nachhaltig Wohnen am Helmut Zilk Park, ca. 3.000 m² BGF, 1100 Wien
Architektur für Wohnen & Arbeiten:
KOKA nonconform
Community Entwicklung: realitylab
Freiraum: Lindle+Bukor
Bauherr: IG Immobilien
Bauträgerwettbewerb 2016/17
Fertigstellung geplant 2019
Visualisierung: www.schreinerkastler.at


Nutzungsoffenheit

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen erfolgen in kurzen zeitlichen Abständen und in allen Bereichen. Gebaute Strukturen hingegen bestehen in der Regel langfristig. Damit die Struktur des Stadthauses am Hauptbahnhof gut und nachhaltig genutzt werden kann, ist sie nutzungsoffen. Sie kann kurz oder langfristig anders genutzt werden, sofern ihre vorgesehene Zweckbestimmung obsolet wird oder sich das Nutzerprofil ändert. Die Form der Nutzung und teilweise auch die Ausstattung der Quartiersräume werden von den Quartiersgruppen in Abstimmung mit den Bauträgern festgelegt.

Stadthaus Hauptbahnhof – Vielfältig und nachhaltig Wohnen, 1100 Wien

Kernthemen:

  • Nutzungsoffenheit als Baustein für Urbanität und Wertbeständigkeit auch für kommende Generationen

  • Mehrere Funktionen und Nutzungsszenarien ermöglichen – gleichzeitig oder auch hintereinander

  • Eine Stadtsockelzone mit Sogwirkung und Strahlkraft


Nutzungszenarien

Das Stadthaus ist für möglichst verschiedene Nutzungsszenarien sehr gut geeignet und darüber hinaus leicht adaptierbar. Viele unterschiedliche Lebensmodelle und Lebenstile finden im Stadthaus ihren Platz. Garçonnièren werden als Kinderzimmer oder für das Au Pair auf Zeit dazu gemietet. Wer sich immer schon eine Großfamilie gewünscht hat – oder dieser entkommen will – zieht in eine der WGs. Auf jeden Fall trifft man sich im Zimmer mit Aussicht (einem auch extern mietbaren Gemeinschaftsraum am Dach) und zum Feuerwerkschauen auf der Gemeinschaftsdachterrasse.

 

Fassade und Arkade

Die offen konzipierte Raumstruktur und die lichte Raumhöhe von 3 Metern (Regelgeschoss) sollen gewährleisten, dass hohe Raumqualitäten hergestellt und die so entstehenden räumlichen Ressourcen flexibel genutzt, veränderten Bedürfnissen gut angepasst und immer wieder nutzerspezifisch angeeignet werden können. Die über 5 m2 großen Balkone bieten einen großzügigen Außenbereich. Die französischen Fenster sind wie im Erdgeschoss mit Fertigbetonelementen eingerahmt und gliedern die Fassade.

Die Arkadenzone wird durch die eingelassenen Sitzmöglichkeiten gegliedert, die durch eine warme und angenehme atmosphärische Gestaltung zum Verweilen einläd. Im Erdgeschoss können die Fenster zum Platz sowohl von innen als auch von außen als Sitzgelegenheit verwendet werden; die nach innen gerichteten hölzernen Fenstersitzbänke können für eine kurze Pause oder als Spielnischen mit Aussicht genutzt werden. Gleichzeitig wird die Verschattung im Innenraum gewährleistet.

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